Neuer SPECT-CT im Wiener Krankenhaus
Seit kurzem gibt es an der Abteilung für Radiologie und Nuklearmedizin (Vorstand: Prim. Univ.-Prof. Dr. Siegfried Thurnher) des Wiener Krankenhauses der Barmherzigen Brüder in der Leopoldstadt ein neues Gerät für die bildgebende Diagnostik: das SPECT-CT. Dabei handelt es sich um die Kombination einer Gammakamera mit einem Computertomographen. Mit diesem Gerät ist eine präzisere Diagnostik möglich, da es sowohl Informationen zu den Funktionsstörungen als auch deren Lage im Körper liefert. Bezirksvorsteher Gerhard Kubik war bei der Segnung und feierlichen Eröffnung Ehrengast und zeigte sich von diesem Gerät begeistert.
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| Prim. Univ.-Prof. Dr. Siegfried Thurnher, Vorstand der Abteilung für Radiologie und Nuklearmedizin, Gesamtleiter Dr. Reinhard Pichler, Bezirksvorsteher Gerhard Kubik und Pater Prior Frater Oswald Edtstadler beim Durchschneiden des "roten Bands" |
„Von Kopf bis Fuß“
„Die Barmherzigen Brüder sind seit Jahrhunderten ein Garant für beste Medizin, hohe Pflegequalität und modernste Technik. Ich bin beeindruckt, welche diagnostischen Möglichkeiten durch das SPECT-CT gegeben sind und ich freue mich sehr, dass dieses Gerät in der Leopoldstadt, im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder, dem ältesten und größten Ordensspital Wiens, für die PatientInnen zur Verfügung steht.
Das SPECT-CT wird im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder vor allem zu diagnostischen Untersuchungen wie beispielsweise Brustkrebs, Prostatakarzinom, Knochenmetastasen, Osteoporosemessungen, Wirbelkörpereinbrüchen, Herz- oder Nierenuntersuchungen, etc. eingesetzt.
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| Krankenhausseelsorger Pater Stanislaus Cusin, SDB, bei der Segnung des Gerätes |
Die Funktionsweise
Für die nuklearmedizinische Untersuchung wird ein schwach radioaktiver Stoff (Technetium 99m) injiziert, der sich mittels Trägerstoffen in bestimmten Organen ablagert. Mit der Gammakamera werden die betreffenden Stellen „abgetastet“. Der Arzt kann anhand der gespeicherten Menge des radioaktiven Stoffes Rückschlüsse auf die Art und Funktion des Gewebes ziehen. Unmittelbar anschließend folgt die CT-Untersuchung, für die der Patient seine Lage nicht verändern muss. Damit erhält der Arzt nun weitere Informationen zur genauen anatomischen Lage der markierten Stellen im Körper.
Die beiden Bilder werden in Folge elektronisch übereinander gelegt. Der Arzt kann somit in einem gemeinsamen Bild sehen, wo die markierte Stelle im Körper liegt. In einem einzigen Untersuchungsgang sind damit pathologische Veränderungen mit der genauen anatomischen Lage feststellbar, wodurch eine präzisere Diagnose möglich ist.
„Das neue SPECT-CT ist eine patientenfreundliche Methode, die dazu beiträgt, den PatientInnen mögliche Zusatzuntersuchungen und damit Zeit zu sparen. Wir freuen uns, dass dieses Gerät in unserem Krankenhaus für die PatientInnen zu Verfügung steht. Auf unserer Abteilung für Radiologie und Nuklearmedizin gibt es eine Besonderheit, die auch im Zusammenhang mit dem SPECT-CT von Bedeutung ist: alle unsere Nuklearmediziner sind gleichzeitig auch Radiologen. Das SPECT-CT fällt in den Verantwortungsbereich von OA Dipl. Ing. Dr. Schenner. Er und sein Team haben sich bestens auf die Befundung mit dem SPECT-CT vorbereitet und arbeiten nun seit Kurzem damit,“ erläutert Dr. Reinhard Pichler, Gesamtleiter des Wiener Krankenhauses der Barmherzigen Brüder.
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| Zahlreiche MitarbeiterInnen feierten die Segnung und Eröffnung des SPECT-CT |
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